Humorbiographie

Jahrgang 57, Quastenflosserin (aussterbende Spezies, weil seit 30 Jahren mit demselben Mann verheiratet), Mutter zweier Söhne, Studium der Publizistik und Niederlandistik, Erziehungwissenschaftlerin und Diplompädagogin für Erwachsenenbildung.

Meine Mutter hatte ein wunderbar warmes Lachen und einen wohlwollend-humorvollen Umgang mit vielen Menschen. Mein Vater konnte als Gastwirt ganze Säale voller Menschen zum Lachen und zum Feiern bringen und war auch selbst dem Amüsement nicht abgeneigt. Naja, dass färbt ab. Lange wollte ich nie so werden wie meine Eltern, aber dann … Nach einer Zeit, in der ich fast meinen Humor und mein Lachen verloren glaubte (Lymphdrüsenkrebs 1991), bin ich über ein paar Menschen gestolpert, die mich wieder zum Lachen und zum Humor gebracht haben: Noni Höfner und Frank Farrelly (Ausbildung in provokativer Therapie) mit ihrem ansteckenden wohlwollenden und wertschätzenden Humor, Keith Johnstone (Improvisationstheater) mit seiner Erlaubnis schnell mindestens 3000 Fehler zu machen (hab’ ich für mich, blonde Ostfriesin, über 50, in den Wechseljahren, genetisch total verdorben und hoffnungslos chaotisch obendrein auf 9999 erhöht), Sammy Molcho (Körpersprache) mit seiner positiven Ausstrahlung und Bathi Felithan (NLP) durch ihre kreative Art mit Menschen zu arbeiten. Damit ist das Lachen und der Humor wieder in mein Leben gekommen und ich nicht ins Partnerrecycling. Ganz im Gegenteil: wir haben viel Spaß in der Ehe, in der Familie, im Freundeskreis, lachen viel miteinander, erzählen Witze, blödeln in Phantasiesprachen und machen den ein oder anderen Blödsinn mit.

Seit 10 Jahren halte ich Vorträge oder Seminare, z. B. zu den Themen „Lachen ist gesund, eine Einführung in die Gelotologie (mit Lach-Garantie)“, „Sicheres Auftreten bei vollkommener Ahnungslosigkeit“), „Was soll der ganze Ärger?“ oder „das ewige schlechte Gewissen der Frauen und humorvolle Auflösungsversuche“, …

Dabei macht es mir besondere Freude, andere Menschen zum Lachen zu bringen und sie zu überzeugen, wie wohltuend verändernd es ist, wenn sie sich einfach mal auf den Stuhl stellen und ihr Leben humorvoll von oben betrachten. Das mach ich auch, nicht immer, aber immer öfter!

 

Und zum Schluss ein Witz:

Größer, weiter, besser, länger, …..

Ein Amerikaner, ein Franzose und ein Ostfriese unterhalten sich, wer den längsten, tollsten und  beeindruckensten Stammbaum hat. Der Amerikaner: „Well, ich habe den größten Stammbaum, weil ich ein direkter Nachfahre von Abraham Lincoln bin, großer Präsident, alle Vorfahren berühmt“. „Non, c’est moi“, sagt der Franzose, „weil isch abe Vorfahren bis zu Napoleon. Großer Kaiser, Krieg verloren, ganz egale, alle Vorfahren adlig“. Dor sech de Ostfree„De kenn ik beid nich“ s. „Hebb ik noch nie wat van hört. Aber, ji kennt doch Eva, dat weer doch de Fro von Adam. Kiek, un dat weer een geborene Janssen!“ (Übersetzung für Nicht-Ostfriesen: Da sagte der Ostfriese: Die kenne ich beide nicht. Aber, ihr kennt doch Eva, das war doch die Frau von Adam. Guck, und die war eine geborene Janßen (so heißt jeder zweite in Ostfriesland!).